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Workshop "Kommunen auf dem Weg zum Innovativen Energieort"

Die Gemeinden Schipkau und Altdöbern (Oberspreewald-Lausitz) sowie Lichterfeld-Schacksdorf und Uebigau-Wahrenbrück (Elbe-Elster) haben sich auf ihrem vom Bund unterstützten Weg zu innovativen Energieorten neue Anregungen geholt. Auf einem von der Regionalen Planungsstelle Lausitz-Spreewald organisierten Workshop am Mittwoch in Klettwitz.

160 Vertreter von Kommunen und Landkreisen sowie von Forschungseinrichtungen und Verbänden tauschten hier anhand konkreter Beispiele Erfahrungen aus, wie Kommunen ihre Energieversorgung weitgehend unabhängig gestalten können. Oberspreewald-Lausitz-Landrat Sigurd Heinze (parteilos) warb für mehr erneuerbare Energien - „auch um Wertschöpfung und Geld am Ort zu halten".
Beispiele wie das gehen kann, zeigten Vertreter der Verbandsgemeinde Weilerbach (Rheinland-Pfalz) mit 14 700 Einwohnern, die auf Sonnenenergie und Biomasse setzt und mit einem Energiegewinnhaus aus Stroh eine Neuheit am Markt platziert. Die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein dokumentierte, wie eine Energie-Olympiade mit Preisgeldern von 10 000 Euro Projekte anschieben kann wie den Bau eines Bio-Nahwärmenetzes für eine Gemeinde mit 450 Einwohnern - finanziert durch eine Genossenschaft der angeschlossenen Bürger.

Der konkrete Nutzen überzeuge am besten, sagte Camille Gira, Bürgermeister der Gemeinde Beckerich (Luxemburg). „Wir haben heute 90 Prozent der Haushalte am Nahwärmenetz, weil sie gesehen haben, dass die Holzhackschnitzel- und die Biogasanlage stabil und sicher Wärme liefern. Anfangs wollten nur 50 Prozent ran." 400 000 Liter Heizöl haben so 2009 abgelöst werden können. Die Gemeinde mit 2300 Einwohnern hat sich 1995 dem Klima-Bündnis europäischer Städte angeschlossen. Das verpflichtet sie, den CO-Ausstoß bis 2010 um 50 Prozent zu senken im Vergleich zu 1990. „Wir werden auf 51,7 Prozent Einsparung kommen", sagte Gira.

Beate Möschl, Lausitzer Rundschau vom 25. Februar 2010